See also
Museum im Salzbergwerk
Der Salinenburg
Endecke unser Musem während einer wunderbaren virtuellen Reise
Das Museum der Krakauer Salinen ist eines der größten Bergbaumuseen in Europa und eines von 14 Staatsmuseen in Polen.
Es besitzt zwei Dauerausstellungen:
Untertageausstellung – befindet sich in der Sohle III des Denkmal-Bergwerks in Wieliczka, das im die erste Internationale UNESCO-Liste des Weltkultur- und Naturerbes eingetragen wurde und das 1994 vom Präsidenten der Republik Polen als Geschichtsdenkmal anerkannt wurde.
Übertageausstellung
in der mittelalterlichen Salinenburg, die der Salinen-Verwaltungssitz seit Ende des 13. Jh. bis 1945 war und die von den Mitteln des Ministeriums für Kultur und Kunst für die Bedürfnisse des Museums renoviert wurde, welches der historische Erbe der Salzbergwerke von Wieliczka und Bochnia ist.
Das Museum ist eine staatliche Kultur-Institution die 1951 gegründet wurde, deren Auftrag der Schutz und die Popularisierung der reichen Geschichte des Salzbergbaus in Polen ist, welches als dauerhaftes Kulturerbe der Menschheit betrachtet wird. Die Idee der Rettung der Wieliczka Salzgrube brachte Alfons Długosz vor – Künstler und Lehrer im Gymnasium von Wieliczka. Seine Initiative das Museum der Krakauer Salinen zu schaffen erhielt Zustimmung im Ministerium für Bergbau und dem Ministerium für Kultur und Kunst. Die über Jahre hinweg gesammelten Exponate ermöglichten, in den alten Ausbauräumen in Sohle III 135 m Tiefe) eine Untertage-Bergbauausstellung vorzubereiten. Die Bergwerksleitung übergab dem Museum Bergbauwerkzeuge und –Anlagen, die infolge von gemeinsam durchgeführten Penetrationsarbeiten in den alten Abbauräumen gefunden wurden. Dies erlaubte dem Museum eine auf der Welt einzigartige Sammlung von alten Holzhebemaschinen, Abbauwerkzeuge von Dampf- und Elektromaschinen zu erstellen. Darüber hinaus wurden dem Museum das Archiv und die Salinen-Bibliothek, sowie die wertvolle Bergkartensammlung übergeben.
1966 – im Rahmen der 1000-Jahres-Feiern des polnischen Staatsbestehens – wurde die Ausstellung den Besuchern zugänglich gemacht. Sie ist das größte Untertagemuseum in Europa (6.556 m2 Fläche). Die Ausstellung zeigt alle Aspekte des Salzsiedereiwesens und Salzbergbauwesens in den Krakauern Salinen. Die in den alten Abbauräumen präsentierten Exponate bilden ein einzigartiges Bergbau-„Freilicht“-Museum.
Das Museum verwirklicht seine Statutaufgaben, indem es Kulturgüter aus dem Bereich des alten Salzsiederwesens, Salzbergbauwesens, sowie der Städtegeschichte von Wieliczka und Bochnia, Bergtechnik, Geologie der Salzvorkommen, Kunst und Ethnografie sammelt, aufbewahrt, konserviert und ausstellt. Außer der Dauerausstellung untertage hat das Museum noch eine zweite Ausstellung in der mittelalterlichen Salinenburg - dem historischen Sitz der Grubenverwaltung. Auf dem Burghof befindet sich der älteste Förderschacht in Wieliczka von der Mitte des 13. Jh., Burgturm – 14. Jh. und Fragmente der Wehrmauern.
Die Thematik und der Forschungsbereich, die sich im Interessenkreis der Museumsangestellten befinden, sind umfangreich und sehr differenziert – sie reichen vom Miozän (Ausforschung der Entstehungsgeschichte des Flözes) und in den archäologischen Studien, von der Jungsteinzeit (Beginn der Siedlung und Salzsiederei). Im Bereich der Geschichte und Materialkultur reicht die Zeitspanne vom 13. Jh. bis Ende des 20. Jh. und bezieht sich auf die Rolle und Bedeutung der Salzwirtschaft in der polnischen Geschichte, ihren Einfluss auf die Entwicklung von Wieliczka und Bochnia, geschichtliche und moderne Bergbautechniken und Salzsiedeverfahren.
Die Musealstücke werden in folgenden Sammlungen aufgehoben: Geologie, Archäologie, Bergbautechnik, Kartographie (hauptsächlich Bergkarten), Archiv (Dokumente, Manuskripte, Salinenakte), Kunst, und in der sogenannten Sondersammlung (alte Fotografien, Ansichtskarten, Urkunden, Gelegenheitsurkunden). Die erwähnten Sammlungen, zusammen mit der Fachbibliothek, einer detaillierten wissenschaftlich-technischen Dokumentation der Abbauräume in den Bergwerken in Wieliczka und Bochnia und der Sammlung von Mikrofischen bilden eine komplette Quellenbasis für die Forschungsarbeiten.
Das Museum ist auch als Verlag tätig (wissenschaftliche Publikationen, Alben, Führer, Kataloge der Sammlungen und Ausstellungen). Die Forschungsergebnisse werden seit 1965 in der Zeitschrift Studia i Materiały do Dziejów Żup Solnych w Polsce (dt.: Studien und Materialien zu der Geschichte der Salinen in Polen) veröffentlicht. Die Krönung der jahrelangen Forschungsarbeiten bilden zwei Monografien: Dzieje żup krakowskich (dt.: Geschichte der Krakauer Salinen, 1988) und Wieliczka dzieje miasta (dt.: Wieliczka Stadtgeschichte, 1990).
Eine ungeheuer komplizierte und sehr kostspielige Aufgabe des Museums ist der Erhalt der Abbauräume, wie auch der in ihnen ausgestellter Exponate in einem sicherem Zustand, da diese die ganze Zeit über der mechanischen Einwirkung des Bergs, Versalzung, Temperaturschwankungen, Luftfeuchtigkeitsschwankungen, Pilzbildung ausgesetzt sind.
Eine besondere Achtung schenkt man im Museum der Bildung und den Public Relations. Die damit verbundenen Veranstaltungen finden in den Sälen und auf dem Hof der Salinenburg, in der Untertageausstellung in der repräsentativen A. Długosz Kammer und außerhalb von Wieliczka statt.
In den letzten Jahren hat man ganz neue Veranstaltungsformen ausgearbeitet, die die Eigenart und die Möglichkeiten unserer Institution berücksichtigen. Dazu gehören: Veranstaltungen Altes Salzsieden, Salz für die Adelsrepublik (Flößen des Salzes die Weichsel herunter), Salzfest, Expedition auf dem Salzpfad von Wieliczka nach Arwa, Konzerte im Zyklus: Nachmittag mit Strauss, Wanderausstellung Aus Wieliczka in den Salzstreuer und vieles mehr. Für seine Tätigkeit erhielt das Museum der Krakauer Salinen mehrmals Auszeichnungen vom Ministerium für Kultur in dem Wettbewerb für das Museumsereignis des Jahres (Sybilla)
Literatur:
50 Lat Muzeum Żup Krakowskich Wieliczka, (dt.: 50 Jahre des Museums der Krakauer Salinen in Wieliczka) Wieliczka 2001
Zeittafel:
- 2. Dezember 1951 Museumsgründung
aus der Initiative des Künstlers und Malers, Herrn Prof. Alfons Długosz durch die Eröffnung der ersten Ausstellung für die Besucher in der Warschau Kammer des Bergwerks Wieliczka.
- 1956-61 Museum als Abteilung des Staatsmuseums Kunstsammlung auf dem Wawel
- 1958-66 Einrichtung der Ausstellung in 14 Abbaukammern in der Sohle III des Bergwerks. Renovierungs- und Adaptationsarbeiten finanziert vom Ministerium für Kultur und Kunst
- 1961 – Museum als Zentraleinheit anerkannt, die direkt dem Ministerium für Kultur und Kunst unterliegt
- 1963 - Erstes Statut bestätigt, der Umfang und Bedingungen der Museumstätigkeit festlegt
- 1976-1996 – Sanierung des Übertageteils der Institution – Salinenburg – aus den Mitteln des Ministeriums für Kultur.
- seit 1996 Eröffnung für den Besucherverkehr der gesamten Wehranlagen der Salinenburg, darunter drei Hauptgebäude (Haus in der Saline, Salinenhaus und Südflügel), älteste Wehrmauer vom Ende des 13. Jh., Ruinen der mittelalterlichen Bergwerksküche und gotischer Burgturm aus dem 14. Jh.
- seit 1999 Eröffnung für den Besucherverkehr des archäologischen Reservats mit dem ältesten Förderschacht in Wieliczka (Mitte des 13. Jh.)



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